Diensträder – aber sicher

Berlin, 06.06.2016: Immer mehr Unternehmen stellen ihren Angestellten Diensträder zur Verfügung. Die Deutsche Verkehrswacht empfiehlt, dabei die sicherheitsrelevante technische Ausstattung nicht zu vernachlässigen und zudem Fahrradhelme zur Verfügung zu stellen.

Arbeitnehmer, die mit einem Fahrrad zur Arbeit kommen, genießen mittlerweile ebenso steuerliche Vorteile wie Autofahrer. Laut Fahrradmonitor 2015 des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur radelt bereits jeder dritte Erwerbstätige (29 Prozent) in Deutschland zur Arbeit, Tendenz steigend. Die Hälfte bewertet die Fahrradfreundlichkeit ihrer Arbeitsstelle mit „sehr gut“ oder „gut“. Für das Fahrrad als Verkehrsmittel sprechen demnach vor allem gesundheitliche Gründe und Umweltfreundlichkeit (je 59%), Kostenersparnis (49%), aber auch Spaß (38%), Flexibilität (32%) und gute Parkmöglichkeiten (31%). Doch sind der Arbeitsweg oder die Fahrt zum Kunden nicht immer von guter Sicht, verkehrsarmen Straßen und gutem Wetter begleitet.

„Für viele Menschen ist das Rad eine echte Alternative zum Auto oder ÖPNV. Die meisten fahren mit ihrem eigenen Rad, doch immer mehr können auch auf Diensträder zurückgreifen. Wichtig ist auf jeden Fall, dass nicht nur das Fahrrad den Sicherheitsanforderungen genügt, sondern auch, dass der Radfahrer sicher unterwegs ist. Dazu gehört auch ein Fahrradhelm.“, meint Prof. Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht e.V. und Bundesminister a.D.

Tipps für das Dienstfahrrad

1. Arbeitgeber von den Vorteilen eines Dienstrads überzeugen

Es gibt zahlreiche Vorteile, die für ein Dienstrad sprechen:

  • Die sportliche Betätigung an der frischen Luft steigert die Ausdauer und ist ein guter körperlicher Ausgleich, Mitarbeiter sind frisch und fit.
  • Das Rad ist in der Stadt auf kurzen Strecken oft das schnellste Verkehrsmittel.
  • Mitarbeiter verlieren keine wertvolle Zeit mit der Suche nach einem Parkplatz.
  • Nutzt man ein Pedelec, erreicht man die Arbeit schweißfrei.

2. Gemeinsam genutzte Fahrräder auf eigene Bedürfnisse einstellen

Bei Diensträdern, die von mehreren Personen genutzt werden können, sollte vor dem Start immer geprüft werden, ob sie auf die Körpergröße richtig eingestellt sind, damit auch die richtige Körperhaltung eingenommen werden kann. Hierbei gilt:

  • Für die richtige Sitzhöhe mit geradem Becken auf den Sattel setzen. Berühren beide Fußspitzen gleichzeitig den Boden, passt die Höhe.
  • Falsch eingestellte Bremsen führen zu Schmerzen im Handgelenk. Hebel so einstellen, dass das Handgelenk beim Bremsen gerade bleibt.

3. Fahrradhelm besorgen

Auf einen eigenen Helm achten, auch wenn der Arbeitgeber diesen nicht stellt. Ein Helm sorgt dafür, dass der Kopf ausreichend geschützt ist. Darauf sollte beim Helmankauf geachtet werden:

  • Der Fahrradhelm darf nicht drücken, muss aber fest sitzen.
  • Moderne Fahrradhelme wiegen nur wenige hundert Gramm.
  • Belüftungsschlitze sorgen dafür, dass sich die Hitze unter dem Helm nicht staut.
  • Auf das CE Zeichen achten. Dies zeigt, dass Fahrradhelme die Prüfung gemäß DIN EN 1078 bestanden haben.

4. Achtsam im Berufsverkehr

Auch mit bester Ausstattung ist achtsames Fahren im turbulenten Berufsverkehr wichtig.

  • Vorausschauendes Fahren bedeutet auch: vorausdenkendes Fahren. Kann einen der abbiegende LKW sehen oder befindet man sich im toten Winkel?
  • Rechnen Sie immer mit Fahrfehlern anderer Verkehrsteilnehmer.
  • Handy in der Tasche verstauen und auch auf das Musikhören besser verzichten.
  • Helle oder retroreflektierende Kleidung ist sehr empfehlenswert.