In drei Schritten zum passenden Fahrradhelm

Ein Fahrradhelm kann bei einem Sturz den empfindlichen Kopf des Radlers vor schweren oder tödlichen Kopfverletzungen bewahren. Seine Schutzwirkung erfüllt er jedoch nur, wenn er richtig passt. Bei der Vielzahl der am Markt angebotenen Modelle fällt die Wahl nicht leicht. Die Deutsche Verkehrswacht zeigt in drei Schritten, wie Sie den passenden Helm finden. Ein fachkundiger Verkäufer hilft bei der Auswahl.

Die beste Schutzwirkung liefert nicht der teuerste Helm, sondern das Modell, welches am besten passt. Technischer Standard sind „In-Mold“-Helme. Der dämpfende Hartschaum wird bei der Produktion direkt in die äußere Hartschale gespritzt. Käufer sollten zudem auf ein entsprechendes Prüfsiegel achten (DIN EN 1078 (CE).

Schritt 1 – Auswahl: Damit der Helm später den Kopf seines Trägers und nicht die Garderobe im Flur schützt, muss er optisch ansprechen. Wofür wird der Helm überwiegend genutzt? Ist der Fahrer sportlich unterwegs oder braucht er ein Modell für lange Radtouren? Sind drei bis vier Modelle gefunden, geht es an die Passform.

Schritt 2 – Passform: Sitzt der Helm nicht richtig oder zu locker, kann er seine Schutzwirkung nicht entfalten. Bei der Anprobe wird das Modell gerade auf den Kopf gesetzt, die Stirn muss dabei bedeckt sein. Der Helm sollte nicht zu eng sitzen, sich auf dem Kopf aber auch nicht verdrehen lassen. Für Kinder sollte auf keinen Fall ein Modell gewählt werden, in das sie erst reinwachsen. Anpassungssysteme und Wechsel-Polster dienen der Feineinstellung.

Schritt 3 – Details: Die Riemen des Helms sollten möglichst weich und breit sein und sich dabei gut verstellen lassen. Das „Dreieck“ endet direkt unter dem Ohr. Der Verschluss sollte sich möglichst leicht öffnen und schließen lassen, darf aber nicht die Haut am Kinn einklemmen. Ein geringes Gewicht und eine gute Belüftung sind nicht nur für sportliche Fahrer interessant. Fliegengitter schützen vor Insekten, können aber die Luftzirkulation verschlechtern. Lassen sich die Polster zum Waschen herausnehmen? Stört eventuell eine Brille beim Helm tragen? Gefällt der Helm und erfüllt alle Voraussetzungen, steht der ersten Ausfahrt nichts mehr im Wege.

Wichtig ist: Nach einem Sturz sollte der Helm sofort ausgetauscht werden, selbst wenn er keine sichtbaren Beschädigungen aufweist. Wer auf Nummer sicher geht, tauscht sein Helm nach fünf Jahren gegen einen neuen. Durch die UV-Strahlung verliert der Helm mit der Zeit seine Schutzwirkung. Genaue Auskunft gibt die Bedienungsanleitung des Herstellers.

Im Jahr 2016 wurde die „Ich trag‘ Helm“ Webseite grunlegend erneuert und begleitet von zahlreichen PR-Maßnahmen relauncht. Die bundesweite Aktion „Ich trag‘ Helm“ wird gemeinem vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und der Deutschen Verkehrwachts e.V. seit 2011 umgesetzt. Im Mittelpunkt steht Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit in allen Altersgruppen, um die Schutzfunktion der Helme zu erklären und die Akzeptanzquote zu erhöhen.

Weitere Informationen:
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