Schluss mit Ausreden – Richtig stylen unterm Fahrradhelm

Berlin, 5. April 2016: Viele Radfahrer verzichten auf einen Helm aus ästhetischen Gründen. Die Deutsche Verkehrswacht bietet im Rahmen der Initiative „Ich trag‘ Helm“ (www.ich-trag-helm.de) Tipps und Tricks für modebewusste Helmträger. Unattraktive Designs und verrutschte Frisuren sind häufige Gründe, warum viele auf das Tragen eines Fahrradhelms verzichten. Auf die Helmskeptiker haben Hersteller von Fahrradhelmen mit unterschiedlichen Modellen und Styles reagiert. „Sicherheit geht vor Schönheit. Helme können Leben retten und sind längst nicht mehr so klobig und unmodisch. Es lohnt sich also, langjährige Bedenken zum Helmtragen zu überprüfen“, findet Prof. Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht e.V. und Bundesminister a.D.

Helme: Vom Störfaktor zum Accessoire

Schwere, klobige Helme gehören der Vergangenheit an. Helme werden immer mehr zu Accessoires, die sich gut mit dem individuellen Style abstimmen lassen. Mit verschiedenen Überzügen lassen sich jeden Tag neue Looks kreieren. Längst hat der Fahrradhelm auch die Unterstützung der Modewelt: Designer und TV-Liebling Guido Maria Kretschmar präsentierte für die Deutsche Verkehrswacht auf der Berlin Fashion Week Models mit Fahrradhelmen – ein Hingucker auf dem „roten Teppich!“.

Jetzt das richtige Modell finden

Der Handel bietet mittlerweile eine Vielzahl leichter, sportlicher Modelle. Wichtiges Kriterium bei der Auswahl ist jedoch nach wie vor der Schutz. Achtung: Nur Helme mit CE-Zeichen zeigen, dass der Helm allen EU-Sicherheitsrichtlinien entspricht.

  • Mikroschale: Beliebt sind Mikroschalenhelme: Sie bestehen aus einem festen Schaumstoffkern und einer glatten Folie, die nach aktuellen Trends lackiert wird. Die Modelle sind leicht – entsprechen dennoch den geltenden Sicherheitsstandards.
  • Sportmodelle: Spannend und ein echter Blickfang sind Lifestyle-Modelle, die sich an der Skater- und Snowboard-Mode orientieren. Wem die sportlichen Modelle mit den Luftlöchern nicht gefallen, der kann für kurze Stadtstrecken auch zu geschlossenen Helmen greifen. Selbst Rennradhelme prägen das Verkehrsbild.
  • Faltbare Modelle: Diese lassen sich ideal in der Tasche verstauen. Immer beliebter sind so genannte Air-Bag-Modelle: Ein als Schal gearbeiteter Airbag, der bei unfalltypischen Bewegungen in Sekundenbruchteilschnelle aufgeht.

Vier Styling-Tipps für die richtige „Helmfrisur“

1. Wichtig am Morgen

Schon vor der Fahrradfahrt am Morgen ein paar Styling-Regeln zu beachten, ist die halbe Miete. Generell gilt: Haare immer nach und nicht vor der Fahrt stylen. Morgens am besten auf das Haarspray verzichten. Wen es beim Fahren nicht stört, der sollte die Haare unter dem Helm offen tragen.

2. Styling nach der Fahrt

Nach Absetzen des Helmes von unten ins Haar greifen und es leicht mit den Fingerspitzen auflockern. Jetzt ist es Zeit fürs Styling – am besten mit einem in der Drogerie hierfür zusammengestellten Set aus Spiegel, kleiner Bürste und Gel oder Spray in Reisegröße.

3. Haargenau Helmtragen

Wenn wehende Haare stören, diese zu einem tiefliegenden Zopf zusammenbinden. Auch ein Dutt kann helfen. Kleiner Tipp: Bei Frauen sind locker geflochtene „Cornrows“ wieder in! Auf Styling-Produkte vor der Fahrt verzichten.

4. Abgucken von den Profis

2016 ist wieder Olympia-Jahr mit vier verschiedenen Radsport-Disziplinen. Ein Blick auf die Siegerehrungen der Frauen lohnt sich und bietet Inspiration für den Alltag mit Helm. Auch dieses Jahr vorne mit dabei ist die 23-Jährige Radlerin und mehrfache Weltmeisterin Laura Trotts: Die Britin trägt ihr langes, blondes Haar bei Wettkämpfen gerne als „undone Dutt“ oder mit zwei geflochtenen Zöpfen.

Die Aktion „Ich trag‘ Helm“ der Deutschen Verkehrswacht im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur rückt die Vorteile des Helmtragens in den Mittelpunkt. Weitere Informationen unter www.ich-trag-helm.de