Prüfnormen für Fahrradhelme

Für das Inverkehrbringen von Fahrradhelmen trifft die Richtlinie 89/686/EWG strenge Vorgaben. Als Persönliche Schutzausrüstung muss eine Baumusterprüfung entsprechend EN 1078 bzw. 1080 bestanden werden. Das CE-Zeichen kennzeichnet die Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben.

250-fache Erdbeschleunigung

Bei der Baumusterprüfung müssen die Fahrradhelme einen Sturz aus ca. 1,50 m auf einen flachen Untergrund und aus ca. 1,05 m auf eine satteldachförmige Kante überstehen. Die zwei Messköpfe müssen 3,1 und 6,1 kg wiegen. Zu keiner Zeit darf ein Beschleunigungswert von über 250g gemessen werden.

Strangulationsgefahr bei Kinder-Fahrrahelmen

Die EN 1080 ist von der EN 1078 abgeleitet und speziell für Kinderhelme. Der Kinnriemen muss bei einer bestimmten Zugkraft reißen, um zum Beispiel beim Spielen auf dem Spielplatz eine Strangulation zu verhindern.

US-Prüfnorm für Downhill- und BMX-Fahradhelme

Die zwei US-Prüfnormen ASTM F1952-15 bzw. ASTM F2032-15 gehen speziell auf den Downhill bzw. BMX-Sport ein und bieten eine höheres Schutzniveau. Sie fordern einen Vollgesichtsschutz bzw. erweiterten Schutzbereich. Beim Vertrieb in der EU muss zusätzlich die EN 1078 eingehalten werden.

Trotz nur einer europäischen Prüfnorm gibt es sehr unterschiedliche Fahrradhelmtypen. Für Deinen Helmkauf geben wir Dir gerne ein paar Einkaufstipps. Achte unbedingt darauf, dass der Fahrradhelm richtig sitzt und korrekt einegestellt ist. Nur dann schützt er effektiv.